Wortschatz und Remote Viewing

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Wortschatz und Remote Viewing

“Die Grenzen meiner Sprache sind die Grenzen meiner Welt.”
Ludwig Wittgenstein.

Ein großer ‚Wortschatz‘ ist für Remote Viewer essentiell

Der Sprachwissenschaftler Wilhelm von Humboldt stellte im 19. Jahrhundert die Theorie auf, dass Sprache die Grundlage allen Denkens ist. Also ein Gedanke sich nur dann als solcher im Bewusstsein manifestieren kann, wenn wir Worte für diesen Gedanken haben. Übertragen wir diese Theorie auf Remote Viewing, können wir im Grunde nur solche Wahrnehmungen zu Papier bringen, für die wir ‚Worte‘ haben.

Doch was für ‚Worte‘ wären das denn nun die wir in unserem Wortschatz haben müssen?

Hier lassen sich nun drei Kategorien unterscheiden, wobei die Dritte eine Mischform der ersten beiden ist.

Worte im Kontext von kognitiven Wahrnehmungen

Hier wären alle Wahrnehmungen zu nennen, die sich rein mental manifestieren. Wahrnehmungen also, denen wir uns ohne direkten Bezug zu einem der fünf primären Sinne bewusst werden.

Die wichtigsten Wahrnehmungen in diesem Kontext wären:

  • Komplexe Assoziationen und Interpretationen auf Basis unserer Erinnerungen, Ängste oder Bedürfnisse (AOL, AUL oder auch CAT)
  • Symbole, Konzepte und Zusammenhänge
  • Dimensionen und Mengen
  • Gesamt Eindruck (Ideogramm Archetypen)
  • Gesamt Stimmung (engl. Ambiance)

Worte im Kontext von körperlichen Wahrnehmungen

Wahrnehmungen aus den Bereichen Sehen, Fühlen (Struktur/Haptik und Temperatur), Riechen, Schmecken, Hören werden unserem Bewusstsein primär durch unsere fünf Sinne zugeführt.

Die wichtigsten Wahrnehmungen in diesem Kontext wären:

  • Farben, Formen, Bewegung
  • Materialien, Oberflächen, Strukturen, Festigkeit, Flexibilität
  • Gerüche (Einfach oder Komplex)
  • Geschmack (Einfach oder Komplex)
  • Geräusche, Töne (Frequenz, Modulationen, zeitlicher Verlauf) und komplexe Muster (Musik, Harmonie / Dissonanz)

Worte im Kontext von Emotionen

Emotionen und Affekte können sowohl aus einer mentalen Assoziation als auch aus körperlichem Empfinden gespeist sein.

In dieser Kategorie wären die sieben Basisemotionen zu nennen, welche in allen Kulturen gleichermaßen anzutreffen sind:

  • Freude
  • Wut
  • Ekel
  • Furcht
  • Verachtung
  • Traurigkeit
  • Überraschung

Oft werden auch noch Liebe und Hass dazu gezählt.

Mehr dazu in Wikipedia.

Wortschatz und Ergebnisqualität

Ein Remote-Viewer, der den farblichen Unterschied zwischen Malve und Flieder nicht kennt, wird vielleicht einfach nur ‚Lila‘ zu Protokoll geben. Ein Remote-Viewer, der den Knall einer Pistole im Kaliber 9mm nicht von einem Kleinkaliber Gewehr unterscheiden kann, wird vielleicht einfach nur ‚Lauter Knall‘ zu Papier bringen. Und wenn eine Wahrnehmung gar keine Resonanz im Bewusstsein erzeugt, dieser Wahrnehmung also vom Viewer weder mental noch körperlich ein ‚Wort‘ zugeordnet werden kann, wird diese Information bereits vom Unterbewusstsein komplett herausgefiltert und damit auch nicht im Ergebnis Protokoll erscheinen.

Wir brauchen also für alles was wir im Rahmen einer Remote Viewing Session wahrnehmen ein Wort, welches sich dazu eignet auf Papier gebracht zu werden. Alles andere wird als belangloses Informationsrauschen vom Unterbewusstsein ausgefiltert.

Je kleiner der Wortschatz eines Viewers in einer der oben genannten Kategorien ist, desto weniger verwertbare Ergebnisse wird er in dieser Kategorie liefern können. Dabei spielt es keine Rolle wie tief und präzise der Traget Kontakt letztendlich ist.

Ein Viewer könnte jetzt einwenden, dass er einfach ein Wort für eine Wahrnehmung erfinden oder einfach Comic Sprache nutzen könnte.

‚Dieses komische Knubbelding das so Bähhh schmeckt …‘.

Sicher ist das möglich. Doch das Grundproblem bleibt. Gibt es kein Wort (welches auch immer) dann erreicht die Wahrnehmung nicht das Bewusstsein. Ob Kunstwörter ausreichen um treffend und nachvollziehbar ein Stück Ingwer oder eine Karotte zu beschreiben (die er beide ggf. nicht mag) ist durchaus anzuzweifeln. Wortschöpfungen deren Bedeutung nur dem Viewer bekannt sind, können naturgemäß weder statistisch zur Ermittlung der Wahrnehmungsschärfe in Bezug zu bestimmten sensorischen Kategorien, noch in Bezug auf Korrektheit sinnvoll ausgewertet werden. Dies ist jedoch im Kontext professioneller RV Arbeit zwingend erforderlich.

Am Ende bleibt die Erkenntnis, das unser ‘Wortschatz’ tatsächlich das definiert was wir wahrnehmen können.

Wortschatz Training

Die gute Nachricht ist, der aktive Wortschatz eines Remote-Viewers lässt sich trainieren.

Für alle oben genannten Bereiche gibt es spezielle Workshops und Übungen die geeignet sind den Wortschatz in diesen Bereichen nicht nur zu schärfen und zu standardisieren, sondern auch die Wahrnehmungsfähigkeit in diesen Bereichen signifikant und nachhaltig zu erweitern.

Denn nur was unser Unterbewusstsein erkennen kann wird nicht ausgefiltert und kann vom Viewer wahrgenommen werden.
Entsprechende Workshops oder Trainings bieten wir auf Anfrage an.

Wenn Ihr mehr dazu wissen wollt ruft einfach ein, schreibt ein kleine Mail an info@erkenntniswerkstatt.de oder nutzt das Kontaktformular https://www.erkenntniswerkstatt.de/kontakt/.

2018-04-10T12:22:27+00:0010. April 2018|Kategorien: Artikel, Feature|Tags: , , , , , , , , |

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